Ansprechbar sein
Sichtbar unterwegs auf dem Gelände. Erkennbar, gut auffindbar und jederzeit ansprechbar – für Betroffene genauso wie für Freundinnen und Freunde, die sich Sorgen machen.
Auf jedem Fest gibt es Momente, in denen jemand nicht mehr weiterweiß. Ein Panikanfall im Getümmel. Eine Grenze, die überschritten wurde. Zu viel von irgendwas. Angel ist die Ansprechperson für genau diese Momente – ruhig, präsent, ohne erhobenen Zeigefinger.
Kein Ordnungsdienst. Keine Polizei. Kein Sanitäter mit Klemmbrett.
Ein Angel ist da, wenn jemand Halt braucht. Wir holen Menschen runter, statt sie rauszuwerfen. Wir hören zu, statt zu bewerten. Und wir bleiben, bis es wieder geht.
Was wir machen
Awareness heißt: Es gibt Menschen auf dem Gelände, die ansprechbar sind – und die wissen, was zu tun ist.
Sichtbar unterwegs auf dem Gelände. Erkennbar, gut auffindbar und jederzeit ansprechbar – für Betroffene genauso wie für Freundinnen und Freunde, die sich Sorgen machen.
Ein ruhiger Ort abseits von Bass und Menge. Wasser, Decke, Sitzgelegenheit – und jemand, der dableibt. Oft ist das schon die halbe Miete.
Panik, Kreislauf, Überforderung: Genau hier hilft, was ich sonst in der Praxis mache – Atmung, Erdung, ruhige Ansprache. Das Nervensystem findet zurück, wenn jemand die Ruhe hält.
Wenn jemand belästigt, bedrängt oder diskriminiert wurde: raus aus der Situation, zuhören, gemeinsam überlegen, was jetzt gebraucht wird. Im Tempo der betroffenen Person.
Stimmung kippt, Streit eskaliert: dazwischengehen, bevor es laut wird. Meistens reicht Präsenz und ein ruhiger Ton, damit sich eine Lage wieder entspannt.
Wenn es mehr braucht als uns: Sanitätsdienst, Vertrauensperson, Taxi, jemand zum Abholen. Wir übergeben und lassen niemanden allein dabei.
Haltung
Awareness-Arbeit folgt ein paar klaren Grundsätzen. Die sind nicht verhandelbar – sie sind der Grund, warum Menschen überhaupt kommen.
Du musst nichts erklären, nichts beweisen und nichts rechtfertigen. Du musst auch nicht sicher sein, ob es „schlimm genug" war. Wenn Du das Gefühl hast, Du brauchst gerade jemanden – dann reicht das völlig.
Für Veranstalter
Awareness ist längst kein Nice-to-have mehr. Gäste erwarten es, Förderstellen fragen danach, und im Ernstfall entscheidet es darüber, ob aus einem Vorfall ein Skandal wird oder eine Situation, die gut aufgefangen wurde.
Ablauf
Was für eine Veranstaltung, wie viele Gäste, wie lange? Daraus ergibt sich, wie viele Leute vor Ort sinnvoll sind.
Wo steht der Rückzugsort, wie sind wir erkennbar, wie läuft die Übergabe an Sanitäter und Security? Das klären wir vorher, nicht mittendrin.
Wir sind während der ganzen Veranstaltung unterwegs und am Rückzugsort präsent. Danach gibt es eine kurze Rückmeldung an Euch.
Häufige Fragen
Das hängt von Größe, Dauer und Personenzahl ab – ein Sommerfest mit 150 Gästen ist etwas anderes als ein Festival über drei Tage.
Sagt mir kurz, was Ihr plant, dann bekommt Ihr ein konkretes Angebot. Das Vorgespräch kostet nichts.
Gerade dort ist es oft leicht umzusetzen – eine Person, ein ruhiger Raum, klare Ansage beim Einlass. Das reicht bei vielen Festen schon aus.
Nein, ausdrücklich nicht. Wir leisten keine medizinische Versorgung. Bei allem Medizinischen übergeben wir an den Sanitätsdienst – dafür sind die da und dafür sind sie ausgebildet.
Wir kümmern uns um das, wofür sonst niemand zuständig ist.
Ja. Eine kurze Einweisung für Thekenpersonal, Einlass und Helfende bringt oft mehr, als man denkt – weil die meisten Situationen dort zuerst auffallen.
Raum Stuttgart und Umgebung ohne Weiteres. Weiter weg geht auch – dann sprechen wir über Anfahrt und Übernachtung.
Erzählt mir kurz davon. Wir schauen gemeinsam, was für Eure Veranstaltung sinnvoll ist – ohne dass Ihr Euch zu etwas verpflichtet.